Eine aktuelle Auswertung von MyLoan24 DE über den Zeitraum 01.05. bis 20.05.2025 zeigt deutliche Unterschiede in der Verteilung von Kreditnehmern nach Geschlecht. Anhand demografischer, beruflicher und finanzieller Merkmale analysiert die Studie, ob Männer oder Frauen häufiger Kredite erhalten – und was die Gründe dafür sein könnten. Jetzt mehr erfahren auf MyLoan24 DE.
Kreditvergabe nach Geschlecht: Männer dominieren
Laut dem Report machen Männer 59,44 % der Kreditnehmer aus, während Frauen mit 40,56 % deutlich unterrepräsentiert sind. Diese Differenz legt nahe, dass Männer bei Kreditvergaben überproportional stark vertreten sind. Ob dies durch finanzielle Voraussetzungen, berufliche Stabilität oder gesellschaftliche Dynamiken bedingt ist, wird in den folgenden Abschnitten beleuchtet.

Alter als Verstärker des Geschlechterunterschieds
Die größte Gruppe der Kreditnehmer stammt aus der Altersklasse der 18- bis 29-Jährigen (34,17 %), gefolgt von den 30- bis 39-Jährigen (27,60 %). Diese Altersgruppen sind häufig in beruflicher Aufbauphase und stellen besonders hohe Anforderungen an Bonität und Einkommensnachweis – Faktoren, bei denen Männer laut Statistik öfter über stabile Verhältnisse verfügen.

Einkommensstruktur zeigt relevante Unterschiede
In der Einkommensauswertung zeigt sich eine signifikante Konzentration in der Bandbreite zwischen 2.000 und 3.500 EUR monatlich – dieser Bereich umfasst insgesamt knapp 43 % aller Kreditnehmer. Männer haben häufiger Zugang zu stabilen Einkommen ab 3.000 EUR, während Frauen oft in niedrigeren Gehaltsklassen vertreten sind. Dies beeinflusst nicht nur die Höhe, sondern auch die Wahrscheinlichkeit der Kreditzusage.

Berufliche Sicherheit als Kredittreiber
Mit 62,76 % dominieren Gehaltsempfänger (fest angestellte Arbeitnehmer) das Feld. Weitere 19,59 % sind über Lohn-Arbeitsverträge tätig. Nur 2,36 % der Kreditnehmer sind selbstständig – eine Gruppe, in der Frauen überproportional vertreten sein könnten. Da Banken festangestellten Arbeitnehmern höhere Bonitätswerte zuschreiben, könnte dies erklären, warum Frauen geringere Chancen bei der Kreditvergabe haben.

Kreditzweck und Immobilienbesitz: Indikatoren für Kreditwürdigkeit
Der häufigste Grund für einen Kredit ist die „freie Verwendung“ (65,62 %), gefolgt von Umschuldung (16,92 %). Auffällig ist, dass 90,68 % der Kreditnehmer keine Immobilie besitzen. Da Immobilieneigentum ein Indikator für finanzielle Stabilität sein kann, wirkt sich das negativ auf Frauen aus, wenn diese seltener Eigentum besitzen – ein potenzieller Grund für geringere Kreditbewilligungen.

Fazit:
Die Daten belegen, dass das Geschlecht eine relevante Rolle bei der Vergabe von Krediten spielt – zumindest indirekt. Männer dominieren aufgrund stabilerer Beschäftigungsverhältnisse, höherer Einkommen und oft besserer Bonitätsmerkmale das Bild der Kreditnehmer. Obwohl keine explizite Benachteiligung von Frauen ersichtlich ist, ergibt sich ein struktureller Nachteil durch sozioökonomische Rahmenbedingungen.
„Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Kreditvergabe hängt weniger vom Geschlecht als vielmehr von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Dennoch sollten wir genau hinsehen, wenn strukturelle Unterschiede so konstant auftreten.“
– Andreas Linde, Finanzexperte und CEO von MyLoan24 DE
Zukünftige Analysen könnten aufzeigen, wie sich diese Dynamik über längere Zeiträume hinweg verändert und welche Maßnahmen Finanzinstitute treffen, um faire Kreditvergaben sicherzustellen.